Radtour im Regen

Im strömenden Regen fuhren drei 8. Klassen mit dem Fahrrad nach Eckwarderhörne in Butjadingen, um an einer geführten Wattwanderung teilzunehmen. Die Biolehrer*innen haben darauf bestanden – praktischen Unterricht. Und auch wenn jede*r klatschnass wurde, diese Fahrt wird keine*r so schnell vergessen!
(Artikel unter der Galerie!)

Expedition mit Helm und Gummistiefeln

Am 8. Oktober 2020 waren die 8a, die 8b und die 8c mit Frau Görries und Herrn Erstling in Eckwarderhörne zum Wattwandern. Wir haben uns morgens mit einem vollfunktionstüchtigen Fahrrad, einem Helm, mit Wattschuhen, Socken oder Gummistiefeln, Wechselklamotten und reichlich Nahrung vor dem Pausenhof des Hafengebäudes getroffen. Die Lehrer haben uns verboten, mit einem Elektrofahrrad zu kommen, da wir am Ende des Tages „außer Puste“ sein sollten. Es gab auch einige, die sich zwar angemeldet haben, aber ohne Fahrrad erschienen sind. Wenn man keinen Helm mithatte, hat man einen von der Schule geliehen bekommen. Zum Glück aber hatten fast alle einen Helm dabei, weswegen noch gerade für jeden, der keinen Helm mithatte, einer zur Verfügung stand.

Wir fuhren dann gegen 07.45 Uhr von der Schule los. Sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückfahrt sind Frau Görries und einer der Schüler, der eine Warnweste anhatte, ganz vorne gefahren. Der Schüler mit der Warnweste durfte mit Frau Görries ganz vorne fahren, weil dieser sozusagen mit Frau Görries das „Komando“ hatte. Es durfte keiner mit seinem Fahrrad vor Frau Görries und dem Schüler mit der Warnweste fahren. Herr Erstling hingegen fuhr mit seinem Fahrrad ganz hinten, um alle Schüler „im Blick“ zu behalten.

Auf der Hinfahrt war das Wetter eigentlich noch ganz ok. In Nordenham war es eigentlich nur mit weißen Wolken bedeckt, aber als wir aus Nordenham herausgefahren sind, hat es leicht angefangen zu nieseln und später auch leicht angefangen zu regnen. Bis nach Eckwarderhörne verlief die Tour eigentlich noch ganz gut. Es gab zwar auch Schüler, die andere Schüler während der Fahrt genervt haben, aber es hielt sich in Grenzen. Aber kurz vor Eckwarderhörne jedoch fing es richtig dolle an zu regnen. Als wir bei unserem Ziel ankamen, waren wir alle komplett nass. Der Regenschauer fing etwa zehn Kilometer vor dem Ziel an, sollte aber dann auch noch längst nicht vorbei sein. Es haben sich viele beschwert, dass es so anstrengend war.

Die Hinfahrt betrug in etwa zwei Stunden. Als wir dann bei unserem Ziel, dem Strand, um 9.00 Uhr angekommen sind, waren die meisten fix und fertig. Wir haben unsere Fahrräder dann an einem sehr großen Fahrradständer abgestellt und uns bei dem Strandcafé unter einen Bereich gestellt, wo man nicht nass wurde. Wir machten dort eine kleine Trink- und Essenspause, weil wir ja so lange mit dem Fahrrad gefahren sind. Etwa 15 Minuten gingen wir dann zu einem kleinen Häuschen, wo sich diejenigen, die keine Wattschuhe oder ähnliches mithatten, sich Gummistiefel ausleihen konnten. Komischerweise hatten mehr als die Hälfte von den Kindern Wattschuhe oder ähnliches von Zuhause mit.

Direkt danach sind wir über große Steine ins Watt gewandert. Es war sogar schon eine gewisse Masse an Wasser wieder im Watt. Wir sind dann mit unserer eh schon komplett nassen Kleidung und drei Wattführern ins Watt gegangen. Es hat dort auch noch ordentlich Wind und Regen gegeben, was die ganze Sache nochmal ein bisschen schlimmer machte.

Wir sind dann ungefähr ca. anderthalb Stunden im Watt herumgelaufen, bis wir wieder am kleinen Häuschen und dem Strandcafé angekommen sind. Während der Wattwanderung sind wir an drei Punkten angehalten, wo wir verschiedene Fragen über das Wattenmeer gestellt bekommen haben, die wir dann beantworten mussten. Es waren solche Fragen wie zum Beispiel wie tief im Meer leben die Krebstiere oder auch was die Krebstiere denn so fressen?

Auftauen in der Strandhütte

Als wir dann wieder zurück bei der kleinen Hütte und dem Strandcafé waren, sind wir ins Strandcafé gegangen, haben uns dort reingesetzt und sind erst einmal „aufgetaut“. Frau Görries hat uns gefragt, ob wir einen Kakao haben möchten. Eigentlich haben so gut wie alle „JA“ gesagt. Das hat echt gutgetan, da man ja auch nach so einer langen Zeit draußen im kalten mal etwas Warmes zu sich nehmen möchte. Im Anschluss sind wir dann wieder nach draußen zu unseren Fahrrädern gegangen und fuhren gegen 12:30 Uhr wieder zur Schule.

Die Rücktour verlief deutlich besser, da sich aber auch alle bereits an das Wetter gewöhnt hatten. Eigentlich kann man sagen, dass die Rücktour vom Wind und von dem Regen her sogar schlimmer war als die Hinfahrt. Es waren wahrscheinlich einfach alle schon so kaputt, dass sie es gar nicht mehr gemerkt haben. Die Rücktour hat in etwa zwei Stunden gedauert. Es war auf der Rücktour aber auch wegen den schon völlig kaputten Schülern viel leiser. Diejenigen, die ab der Sarver Straße keinen langen Weg mehr bis nach Hause hatten, durften auch schon dort abfahren. Die meisten sind aber dort noch nicht abgefahren, weil sie auch noch irgendetwas bei der Schule holen mussten.

| Text: Ben Brandt, Kl. 8a |

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