Klassenfahrt nach Gießen

Vom 13. bis 17. August fuhren die Klassen 8b, 8c und 8d nach Gießen. Begleitet wurden sie von Frau Schäfer, Frau Fitzke, Herrn Köster und Herrn Roblick.

Gießen, wo ist das überhaupt? „In Hessen“, sagte uns Frau Schäfer. Und wie kommt man auf die Idee, dahin zu fahren? Frau Schäfer und Herr Roblick, die dort geboren sind, wollten uns ihre Geburtsstadt zeigen. Freude? Nein. Aber angucken kann man sich das ja mal.

Am Montagnachmittag kamen wir in Gießen nach sechs Stunden Busfahrt an. Einen ersten Eindruck von der Stadt konnten wir uns noch nicht machen, weil wir an der eigentlichen Stadt mehr oder weniger vorbeigefahren sind zur etwas außerhalb gelegenen Jugendherberge. Die sah in etwa so aus die wie in Nordenham, also etwas älter und klein.

Bettenbruch in der ersten Nacht

Herr Roblick teilte uns auf die Zimmer auf. Allerdings dauerte es etwas, bis wir auf dem richtigen Flur das richtige Zimmer gefunden hatten. Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten, gab es eine Auftaktbesprechung. Wir erfuhren, was für ein Programm in dieser Woche auf uns wartete. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit, einige gingen in die Stadt. Die war eigentlich sehr schön und sah von den Gebäuden ein bisschen so aus wie Oldenburg.

Um 22 Uhr sollte dann Nachtruhe sein. Die hielt, bis das erste Bett einkrachte – irgendwie ist Lennard auf Ruben raufgefallen…

Nächster Tag: Beim Frühstücken packten wir Lunchpakete. Unterwegs deckten wir uns bei einem Getränkehandel mit Getränken ein, bevor wir an das Ufer der Lahn kamen. Hier lagen Kanus für uns bereit, für die wir eine Sicherheitseinweisung bekamen. Es wurde angekündigt, dass wir durch zwei Schleusen und drei Bootsrutschen über Wehre fahren würden. Unsere Schuhe und Wertsachen packten wir einen wasserdichten Plastikbehälter, dann zogen wir uns Schwimmwesten an und ließen die ersten Boote ins Wasser. Die erste Bootsrutsche war schon etwa 100 Meter entfernt, aber es dauerte fast anderthalb Stunden, bis alle Boote dieses Wehr passiert hatten. Naja, ein Boot kippte bei diesem Manöver schon um.

Danach ging es nur geradeaus, bis nach einer Stunde die nächste Bootsrutsche kam. Nach sechs Stunden hatten wir erst die Hälfte der ursprünglich geplanten Strecke geschafft und mussten deswegen nur eine Schleuse passieren. Die wurde noch mit reiner Personenkraft durch die Schüler selbst bedient.

Im Wasserwehr geht mancher baden

Die Kanufahrt ziemlich lang, dafür dass es für viele Schüler die erste Erfahrung auf dem Wasser war. Aber alle haben die Tour ohne Verletzungen überstanden, einige sind nur nass geworden.

Den Rest des Tages hatten wir Freizeit. Die meisten saßen in der Lobby, weil sie dort WLAN für ihre Handys hatten. Im Rest des Gebäudes war der Empfang schlecht oder hat gar nicht funktioniert.

Am Mittwoch besuchten wir das Mathematikum in Gießen. Das ist ein Wissenschaftsmuseum. Wir dachten erst, dass wir nur etwas rechnen würden, entdeckten dann aber, dass es viele verschiedene Themen gab, die auf Mathe aufbauen. Zum Beispiel dass man mit vielen Vierecken auch einen Kreis bilden kann, es gab Riesenseifenblasen und besondere Formen von Seifenblasen und Seile, mit denen wir Winkel abbilden konnten.

Nach dem Mathematikum konnten wir uns entscheiden, ob wir in einen botanischen Garten oder in das Liebigmuseum gehen wollten. Das Liebigmuseum ist ein Chemiemuseum.

Spätnachmittags waren wir wieder in der Jugendherberge und konnten Freizeit genießen. Frau Schäfer hatte ihre Playstation mitgenommen und bot an, „SingStar“ zu spielen. Das Angebot nahmen einige Schüler wahr.

Donnerstag fuhren wir in den Kletterpark, wo es eine sehr lange Seilrutsche gab, die aber leider gesperrt war. Am Anfang war der Park ziemlich voll und wir mussten warten, bis wir unsere Einführung bekommen haben. Auf die erste kleine Seilrutsche wollten alle dann richtig schnell raufspringen, aber den Jungs tat das dann doch besonders weh, weil alle einen ziemlich engen Sicherheitsgurt tragen mussten und so manches Ei sein blaues Wunder erlebte…

Im Kletterpark gab es verschiedene Schwierigkeitsstufen und mancher Parcours war auch erst für ältere nutzbar. Am Ende kletterte Herr Roblick auf eine der schwersten Bahnen und nahm Canel Kahveci und Justin Lintner mit, die die Strecke dann auch gut bewältigt haben.

Zur Stärkung gab es Essen aus einer Fastfoodkette. Den Rest des Tages konnten wir (bis 18 Uhr) in der Stadt verbringen oder in der Jugendherberge. Abends grillten wir im Garten der Jugendherberge zum Abschluss der Fahrt.

Am Freitag ging es nach der Zimmerkontrolle nach Hause. Und welchen Eindruck nehmen wir mit aus der Geburtsstadt unserer Lehrer? Ich jedenfalls bin froh, dass ich hier in Nordenham aufwachse und nicht in Gießen, denn die Stadt ist doch etwas langweilig – und der Strand würde mir fehlen.

| Text: L. Brückmann, Kl. 8c
| Foto: Frau Schäfer




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