Am 9. November wurden „Stolpersteine“ beschmiert – ausgerechnet an dem Tag, an dem an die Naziverbrechen erinnert werden soll. Die „Stoplersteine“ sind Messingsteine, die in den Fußweg eingelassen sind. Sie erinnern an die Juden in Deutschland, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert (zwangsweise verschleppt), vertrieben oder ermordet wurden. Die Steine wurden mit Farbe beschmutzt und teils auch mit antisemitischen Aufklebern beklebt.

Um ein Zeichen der Solidarität zu setzen, wurde am Donnerstag, dem 14. November, um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Nordenham zu einer ökumenischen Mahnwache eingeladen. Mit Stille, Kerzenlicht und Gebet wollten die Kirchengemeinden zusammen mit Bürgern aller Glaubensrichtungen sich solidarisch zeigen mit den Opfern, an die die Stolpersteine erinnern und vor allem mit den jüdischen Mitbürger*innen, die heute in Nordenham leben. An der Mahnwache nahm eine große Gruppe teil, aber überwiegend ältere Menschen.

| Text: Niclas Kühn, Kl. 9b, und Jannis Ostendorp, Kl. 10b |

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