„Das Digitalste in der Schule sind die Pausen“

Philipp Hannöver will Bundestagskandidat der CDU werden

Philipp Hannöver ist 26 Jahre alt, hat nach seinem Studium vier Jahre im Deutschen Bundestag als Referent der CDU/CSU-Fraktion gearbeitet und ist heute selbstständiger Unternehmer. So jung und schon auf dem Weg nach Berlin? Warum er Abgeordneter werden will und andere Fragen hat er für ABER HALLO beantwortet.

ABER HALLO: Wann und warum haben Sie sich dazu entschlossen in die Politik einzusteigen?

Herr Hannöver: Das ging los als Jugendlicher. Da habe mich für ein Jugendparlament eingesetzt. Als Student war ich bei der CDU in Hamburg aktiv und habe dann auch eine Zeit lang auch in der Politik gearbeitet: vier Jahre als Referent im Deutschen Bundestag. Mittlerweile bin ich aber unter die Gründer gegangen und führe ein Social-Media-StartUp. Wie kam es zu der Idee, dass Sie Bundestagsabgeordneter werden möchten? Corona, Digitalisierung, Globalisierung – Ich glaube, dass es jede Menge Themen gibt, bei denen wir so langsam mal zu Potte kommen müssen. Politik muss mal einen klaren Plan für die Zukunft entwickeln und für Ideen begeistern!

ABER HALLO: Was wollen Sie erreichen, wenn Sie Bundestagsabgeordneter werden?

Herr Hannöver: Weil Vieles in der Welt ein bisschen kompliziert geworden ist, hängen sich viel zu viele Menschen an einfache, manchmal sogar extreme Antworten. Ich möchte erreichen, dass sich auch der große Rest der Leute hier mal zu Wort meldet – zum Beispiel, weil wir sie für Zukunftsthemen wie Wasserstoff begeistern können.

ABER HALLO: Was liegt Ihnen am meisten am Herzen in der Politik?

Herr Hannöver: Ehrlichkeit und Mut.

ABER HALLO: Mit welchen Themen würden Sie sich am liebsten beschäftigen?

Herr Hannöver: Als Schüler hab ich mit dem Programmieren angefangen, deswegen ist die Digitalisierung so eines meiner Lieblingsthemen. Und da haben wir ja gewaltig was aufzuholen. Ansonsten habe ich viel mit Landwirtschaft und maritimer Wirtschaft zu tun. Steht alles auf www.kann-losgehen.de!

ABER HALLO: Wie könnte man mehr junge Leute für die Politik begeistern?

Herr Hannöver: Die Frage klingt so, als würden sich junge Leute nicht für Politik interessieren. Merke ich nichts von. Junge Menschen haben halt zurecht keinen Bock auf Personaldebatten und sowas, sondern wollen für Themen streiten – siehe Fridays for Future. Wenn die etablierten Parteien eine Zukunft haben wollen, müssen sie gerade den jungen Menschen vernünftig zuhören und gemeinsam mit ihnen Trends setzen, anstatt sie abzuwarten.

Das Handy gehört natürlich dazu – nur im Klassenraum dreht sich die Welt 20 Jahre zurück, sagt Philipp Hannöver.

ABER HALLO: Was denken Sie müsste oder könnte getan werden, um der Jugend in Ihrem Wahlkreis genug Zukunftsperspektiven zu ermöglichen?

Herr Hannöver: Das geht ehrlich gesagt bei ganz einfachen Dingen los wie einem ordentlichen Kulturangebot. Dann will man nach der Ausbildung oder dem Studium auch eher wieder in die Heimat zurückzukehren. Klar, da braucht es dann auch vernünftige Arbeitsplätze – nicht nur, aber auch in Zukunftsfeldern wie der Digitalisierung. Für junge Leute in der Landwirtschaft brauchen wir außerdem mehr Planungssicherheit, dazu habe ich schon ein paar Ideen vorgestellt.

ABER HALLO: Denken Sie, dass – gerade in Zeiten von Corona – die Digitalisierung an den Schulen auf dem Land ausreichend ist?

Herr Hannöver: Das Digitalste an Schulen ist aktuell noch die Pause. Jede Schülerin und jeder Schüler hat ein Smartphone – und nutzt alle Funktionen ganz easy. Zurück im Klassenraum dreht sich die Welt dann aber irgendwie zwanzig Jahre zurück. Das eine ist die Technik: Klar, man braucht erstmal eine ordentliche Internetverbindung und technische Ausstattung. Aber viel wichtige ist das digitale Mindset – also Lehrer, die verstehen, wie unsere neue Welt funktioniert.

| Interview: Sandra Eilers, Kl. 9b |

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