Früher gab es Weihnachten noch Schnee. Das klingt nach der Einleitung einer Anekdote der Großeltern. Der Roman von Herrn Sönke Zander, der von 1980 bis 2005 Lehrer an unserer Schule war (damals noch Realschule), ist aber keine Anekdote von früher. Zwar blickt der alte Romanheld Hans Adomeit immer wieder zurück in die Vergangenheit, rechnet aber genauso mit den Aluhüten von heute ab, die demokratiefeindlich und antieuropäisch alles das an Frieden und Wohlstand gefährden, was seine Generation in „ihrem Jahrhundert“ – zumindest in der zweiten Hälfte – aufgebaut hat.

Hans Adomeit kann das, denn er hat die Krankheit Alzheimer, die ihn vergesslich werden lässt, weil das Gehirn immer mehr geschädigt wird. So gewinnt der 74-Jährige eine neue Lebensleichtigkeit und begibt sich auf einen Roadtrip zurück durch sein Leben, trinkt, feiert, sucht Orte seines Lebens auf und entdeckt die Menschen seiner Lebensgeschichte wieder.

Abrechnung mit Aluhüten von heute

Für jugendliche Leser bietet sich die Gelegenheit, in die Gedankenwelt eines alten Menschen – so sagt die Romanfigur von sich  selbst – gucken zu können. Und zugleich protestiert Adomeit gegen Rechtsextremismus in der heutigen Zeit und kann zum Vorbild werden für die junge Generation. Auch für Schüler heute: überraschend lesenswert!

| Text: Eric Juckel, Kl. 10b |

Lehrer Sönke Zander (ABER HALLO-Archivbild)
Sönke Zander (ABER HALLO Archivbild)

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